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Ihr Baby ist etwa 6-7
Monate alt (oder auch älter...)
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Der
erste Zahn ! ES GEHT
LOS ...
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Wann
er kommt, weiß auch der Zahnarzt nicht genau, der viel bewunderte
erste Zahn. Aber bereits wenn er in den Kiefer einschießt,
beginnen häufig die ersten Wehwehchen und von da an geht das
Gerätsel los: Kind weint - sind die Zähne schuld?
Sicher ist, dass sie nicht so häufig die Übeltäter sind, wie
die meisten Eltern glauben. Denn Zahnen muss nicht weh tun,
es gibt Babys, die ohne Beschwerden bis zum kompletten Milchzahngebiss
kommen. Da die Zeit der ersten Zähne häufig zusammenfällt
mit der Zeit der ersten Infekte, ist es in vielen Fällen nicht
ganz einfach zu unterscheiden, was genau ein Baby gerade plagt.
Das
können Sie tun, falls Sie glauben, dass Ihr Kleines unter
Zahnungsbeschwerden leidet:
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Massieren Sie seine Zahnleisten behutsam mit Ihrem sauberen
Finger. |
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Geben Sie Ihrem Kind etwas zum Daraufherumkauen- oder
lutschen. Geignet sind z.B. Beißringe (sicherheitshalber auf
Vermerke wie „ohne Weichmacher“ oder „ohne Phtalate“ achten).
Die gibt es auch mit Flüssigkeit gefüllt zum Kühlen. Aber
nicht ins Tiefkühlfach legen, dann wird der Ring zu kalt und
kann Ihr Baby verletzen. In Apotheken sind auch
Veilchenwurzeln als Zahnungshilfe erhältlich. Manche Ärzte
halten Sie allerdings für zu unhygienisch.
Tipp der
Öko-Test-Redaktion: Veilchenwurzel regelmäßig kurz
in kochendes Wasser tauchen. Auf Brotrinden sollte
Ihr Baby nicht ständig herumkauen. Sie enthalten
Stärke, die kariesfördernd wirken kann. Vorsicht
mit Schnullern und Saugern: Sobald Ihr Baby knabbern
kann, müssen Sie diese Teile häufiger auswechseln,
da Sie löcherig werden können.
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In der Apotheke gibt es flüssige oder gelförmige Mittel
zum Bestreichen der Zahnränder. Sie enthalten ein
leichtes lokales Betäubungsmittel, dass den Schmerz
an der bestrichenen Stelle vorübergehend dämpft. Einige
Ärzte stehen der ständigen Anwendung dieser Mittel
allerdings kritisch gegenüber.
Tipp:
Falls Ihr Baby einen Schnuller gewöhnt ist, darf
es den natürlich weiterhin bekommen. Allerdings
ist es gut, wenn Sie darauf achten, ihn Ihrem Kind
nicht öfter als nötig zu geben. Nicht immer, wenn
ein Kind in diesem Alter weint oder quengelt, braucht
es unbedingt gleich seinen Schnuller. Auf keinen
Fall sollten Sie versuchen, ihn Ihrem Kind in Momenten
aufzudrängen, wenn es ihn deutlich ablehnt. Für
die Zähne, die Sprachentwicklung und die gesamte
Teilnahme Ihres Babys am sozialen Geschehen ist
es günstig, wenn es den Schnuller nicht ständig
braucht. Achten Sie auch darauf, immer die altersgerechte
Größe zu kaufen.
RICHTIGES ZÄHNEPUTZEN:
Regelmäßiges Zähneputzen ist das wirksamste Mittel
zur Vorbeugung von Karies und Paradontose, da mit
Hilfe von Bürste und Zahnpasta bakterielle Zahnbeläge
mechanisch gelöst und entfernt werden. Auf diese
Weise wird auch die Entstehung von Zahnstein verhindert
bzw. verzögert. Darüberhinaus gibt Zähneputzen frischen
Atem und ein angenehmes Mundgefühl. Im Idealfall
sollte man nach jeder Mahlzeit und Zwischenmahlzeit
die Zähne putzen, um Speisereste, die agressiven
Bakterien als Lebensgrundlage dienen können, zu
entfernen. In der Praxis ist das jedoch nur schwer
einzuhalten. Daher lautet als Mindestanforderung
grundsätzlich die Regel: täglich zweimal putzen
(morgens und abends, Kleinkinder mindestens 1x),
jeweils mindestens drei Minuten. Doch nicht nur
die Häufigkeit und Regelmäßigkeit ist wichtig; es
kommt vor allem auf die richtige Putztechnik an.
Eine falsche Putztechnik verhindert nicht nur eine
optimale Reinigung, sie kann sogar das Zahnfleisch
schädigen. Eine optimale Zahnputztechnik bewirkt
eine gründliche Reinigung der Zähne und massiert
zugleich sanft das Zahnfleisch. Zu diesem Zweck
setzt man die Zahnbürste schräg am Zahnfleischsaum
an, in einem Winkel von ca. 45° zum Zahnhals. Nun
werden in leicht kreisenden Bewegungen die Zahnbeläge
zuerst gelöst und dann in Richtung Zahnkronenende
(von rot nach weiß) weggebürstet. Ausgehend von
den Schneidezähnen werden zunächst alle Zähne des
Oberkiefers so behandelt, auf jeder Seite von vorne
nach hinten und wieder zurück. Das gleiche Verfahren
wiederholt sich anschließend beim Unterkiefer. Nach
den äußeren Zahnflächen werden nach dem gleichen
Prinzip erst die Kauflächen und zum Schluß die inneren
Zahnflächen gereinigt. Hierfür hält man die Zahnbürste
senkrecht und putzt mit den beschriebenen kreisenden
Bewegungen immer vom Zahnfleisch weg.
Wissenschaftliche Studien haben ergeben, daß nur
wenige Testpersonen die richtige Putztechnik beherrschen,
sie entweder verlernen oder nach kurzer Zeit wieder
in den „alten Trott“ zurückfallen, d.h. nicht richtig
oder zu flüchtig reinigen.
Die beschriebene Methode erlernt man am besten von
klein auf. Je früher man Kinder an regelmäßiges
Zähneputzen gewöhnt, desto eher wird es für sie
selbstverständlich. Der Nachwuchs durch vorbildliches
Verhalten der Eltern und durch die richtigen Hilfsmittel
(altersgerechte Bürsten und Kinderzahncremes- da
gibt es viel Auswahl und die verschiedensten Geschmacksrichtungen
- extra für Kleinkinder) zur regelmäßigen Zahnpflege
ermuntert werden.
Kinderzahnpflege muss
zum Ritus werden
"Ermuntern" heisst einen regelmäßigen
Vorgang vor dem Schlafengehen (bzw. beim morgendlichen
Waschen) einzuführen: Nach dem Waschen werden jeden
Tag automatisch die Zähne geputzt. Anfangs unter
Kontrolle und Mithilfe der Eltern, später sollten
das Kinder alleine bewältigen können. Die Dauer
kann mit einer lustigen Sanduhr oder mit dem Abspielen
eines (kurzen) Kinderliedes festgelegt werden, denn
Kinder tendieren dazu eher zu kurz zu putzen als
zu lang.
Mit einem Wort: das Zähneputzen (+ Fluortablette)
sollte zu einem Ritus werden wie die Gute-Nacht-Geschichte
und natürlich gibt es nach dem Zähneputzen kein
Essen mehr - sondern den Gute-Nacht-Kuss...
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